Das Vorbildinstrument befindet sich in Privatbesitz. Es wurde der modernen Spielpraxis angepasst, wobei der Hals sowie die Bestandteile wie Griffbrett, Saitenhalter, Wirbel verloren gingen. Im Korpusinnern wurde, wie bei diesem Eingriff allgemein üblich, der Bassbalken entfernt und durch einen stärkeren ersetzt.
Santo Serafino gehört zu der Generation Geigenbauer, die zwar noch von den eingewanderten süddeutschen Meistern wie Martinus Kaiser oder Matteo Goffriller beeinflusst waren, aber was die ästhetische und klangliche Stilistik ihrer Arbeit betraf, eigene Wege gingen. Die Wölbungen werden flacher und weniger gegenläufig, was die Instrumente klangstärker und obertonreicher macht. Das hier erwähnte Instrument ist ein typisches Beispiel für die handwerklich sehr saubere Arbeit Santo Serafinos. Das betrifft ebenso die Holzauswahl. Der Nachbau erfolgt in moderner Mensur.
