Instrumente

Nachbauten

Violine

Frühbarock

Violine Frühbarock

Gebaut nach

Datierung

Provenienz

Korpuslänge

Erbaut

In

Andrea Amati (1505–1577)1566Cremona
35,1 cm

Halsmensur

Deckenmensur

Spielmensur

12,2 cm19,1 cm34 cm

Das Vorbildinstrument befindet sich im „Palazzo del comune“ in Cremona/Italien. Amati baute es zusammen mit etlichen Instrumenten für den französischen Königshof Karl IX. Es trägt wie die anderen Instrumente der Gruppe das Wappen des französischen Königshofs sowie lateinische Verse und florale Ornamente als Verzierung auf Korpus und Wirbelkasten. Mit einer Korpuslänge von 35,1 cm gehört es zu dem kleineren von zwei Modellgrößen, die Amati für die Violinen verwendete.

Im Originalzustand der Bauzeit ist kein Instrument von Andrea Amati erhalten. Bei der Rekonstruktion des hypothetischen Originalzustandes werden deshalb ikonographische Quellen verwendet, die Steg, Wirbel, Saitenhalter und Griffbrettformen in teils fotographischer Genauigkeit zeigen. Mit Hilfe von Teilungsverhältnissen der Spätrenaissance werden ebenso die möglichen Mensuren am Nachbau realisiert. Da zur Bauzeit die Technologie der Umspinnung von Saiten noch nicht zur Verfügung stand, wird das Instrument mit einem reinem Darmsaitenbezug versehen, was eine tiefe Stegposition notwendig macht. Belege dafür finden sich sehr zahlreich in der Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts.